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Mit einer Overlock Nähmaschine spart man viel Zeit, denn das Zusammennähen und Versäubern von Stoffen geschieht in einem einzigen Schritt! Im Gegensatz zu der normalen Nähmaschine, bei welcher man zuerst im Geradstich zusammennähen muss, und anschließend versäubert im Zickzackstich.

Aber auch die Versäuberungs-Nähte an sich wirken mit einer Overlock professioneller und werden zügiger genäht, das gleiche gilt auch fürs Einnähen von Gummibändern und Paspeln.

 

Eine Overlock Nähmaschine ersetzt nicht die normale Nähmaschine, sondern ergänzt diese.

Die Overlock Nähmaschine arbeitet mit bis zu 4 Garnen und erlaubt es Ihnen mit 2, 3 und 4 Fadennähten zu arbeiten. Es lassen sich Stoffkanten versäubern oder aber auch elastische Stoffe zusammennähen, wobei die Kante gleichzeitig abgeschnitten und versäubert wird.
Auch Rollsäume lassen sich mit einer solchen Maschine herstellen.

Wir raten Ihnen zu einer Overlock Nähmaschine, wenn Sie mit dehnbaren Stoffen wie Jersey oder Sweat nähen oder wenn Sie Ihre Kleidung fortgeschrittener verarbeiten möchten.

Die Overlock dient primär dazu, Kleidung zu vernähen, denn diese erledigt 3 Arbeitsschritte in einem Durchgang. Außerdem ist das Resultat und das Nahtbild äußerst suaber.
Aber eine Overlock ist obendrein noch in der Lage Stoffe zu versäubern und die überflüssige Nahtzugabe schnell und unkompliziert in einem Arbeitsgang abzuschneiden.

Man arbeitet also mit drei, vier oder mehr Spulen, um sich die Arbeit zu erleichtern und professionelle Techniken ausführen zu können. Mit einer Overlock besitzen Sie eine weitere große Auswahl an Sticharten, verschieden von jenen einer normalen Nähmaschine.

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Gritzner 788 Brother 2104 D Singer 14SH 754
Modell Gritzner 788Brother 2104 DSinger 14SH 754
Bewertung
Differentialtransport
Messer abschaltbarJaJaJa
Anzahl Nadeln21 oder 21 oder 2
Stichlänge und Breite einstellbar
Anzahl Fäden2 bis 43 oder 4 2 bis 4
Gewicht9 Kg6 Kg6 Kg
Anmerkungen

Freiarm; Rollsaum: Flatlock; 5 Nähfüsse enthalten (Elastikfuss, Blindstichfuss, Kräuselfuss, Pailettenfuss, Biesenfuss); Auffangbehälter inklusive; Gleichmäßiges Nähen, 1300 Stiche pro Minute

helles LED Licht; Nähfußdruck stufenlos einstellbar

Freiarm; Schnappfuß

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Wissenswertes einer Overlock Nähmaschine

Eine Overlock besitzt zwei Messer, ein unteres festsitzendes Messer und ein oberes, welches sich auf und ab bewegt. Bei gewissen Sticharten muss das obere Messer ausgeschaltet werden.
Beide Messer sorgen für eine gewisse Professionalität, indem diese vor dem Anbringen der Naht den überschüssigen Stoff abschneiden.

Je größer die Arbeitsfläche, desto leichter das Nähen und der Umgang mit den Stoffen.

Wie auch bei einer normalen Nähmaschine drückt der Nähfuß das Material auf die Zacken des Transporteurs, damit dieses weitergeschoben wird.

Oben an der Overlock Nähmaschine befinden sich je nach Modell drei bis acht Spulen, diese werden vom Spulenhalter so zur Maschine geführt, dass die unterschiedlichen Fäden sich nicht verwickeln.

Eine Overlock näht mit bis zu 2 Nadeln, und besitzt meist wie eine normale Nähmaschine einen Freiarm.

  1. Der Differentialtransport

    Eine Overlock ist mit zwei Transporteuren ausgestattet, dabei lässt sich die Geschwindigkeit jedes einzelnen Transporteur einstellen. Je nach Einstellung wird somit der Stoff entweder gedehnt oder gekräuselt. Mit einem Regler wird der eine oder andere Effekt erzielt.

    Dabei steht meist die Zahl 1 für das normale Verhältnis.
    Eine Zahl größer als 1 rafft den Stoff, er wird also zusammengezogen. Damit kann bei elastischen Stoffen die Wellenbildung verhindert werden.
    Eine Zahl kleiner als 1 zieht das Material in die Länge, so können Nahtkräuseln bei feinen Stoffen verhindert werden.

    Versäumt man einen Stretch Stoff ohne Differentialtransport, so wird die Kante wellig. Will man diesen Effekt vermeiden, so muss eine Zahl größer als 1 eingestellt werden, je nach Elastizität des Stoffes.

    Sollten Sie eine Overock Nähmaschine kaufen, so ist es sehr wichtig, dass Ihr gewünschtes Modell einen Differentialtransport besitzt.

  2. Die Stichbreite

    Die Stichbreite ist der Abstand der am weitesten links positionierten Nadel und der Stoffkante (falls man mehrere Nadeln verwendet). Die Schnittbreite ist der Abstand des Messers und der am weitesten rechts positionierten Nadel. Damit ist es möglich, die Breite der Overlock-Naht zu ändern.

    Üblicherweise wird bei Overlocks eine Stichbreite von 5 Millimetern verwendet.

  3. Die Stichlänge

    Mit diesem Begriff ist der Abstand der einzelnen Einstichen der Nadel im Stoff gemeint. Wird die Stichlänge also verkürzt, so ist die Naht dichter bis hin zu dem Punkt, dass sie den Stoff komplett bedeckt. Je nach belieben kann dies ästhetischer oder praktischer sein.
    Bei Zierstichen ist eine dichtere Naht meist ansehnlicher, bei Flatlockstichen ist eine geringere Dichte angebracht. Ist das Material und der Garn dicker, muss auch die Länge dicker sein.

    Üblicherweise wird bei Overlocks eine Stichlänge von 2,5 Millimetern verwendet. Je nach Stichart, Material und Fade.

  4. Der Nähfußdruck

    Damit meint man den Druck des Nähfußes auf den Stoff. Ist dieser Druck zu gering, so kann dies zu ungleichmäßigen Einstichen führen.
    Bei der Bearbeitung dickerer Stoffe

  5. Die Fadenspannung

    Bei Overlock Nähmaschinen funktioniert die Fadenspannung gleich wie bei einer normalen Nähmaschine, mit der Ausnahme, dass man es hierbei mit 4 Spannungsscheiben zu tun hat.
    Bei der ersten Verwendung ist die Fadenspannung sicherlich mit Schwierigkeiten verbunden, doch in den Handbüchern zum jeweiligen Modell (meist online einsehbar) wird die genaue Ausführung sicherlich in Details geschildert.
    Nähen Sie zuerst mit einem Probe-Stoff um zu sehen, ob sich die Nähte verwirren.

Nähen mit einer Overlock

Das Nähen mit einer Overlock Nähmaschine kann schon etwas komplizierter sein. In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen einige Tipps und Anleitungen mit auf den Weg geben.

Beginnen wir mit dem Einfädeln. Die Fäden müssen in einer bestimmten Reihenfolge eingefädelt

werden, die Reihenfolge selbst ist aber bei jedem Overlock-Modell verschieden. Informieren Sie sich einfach in Ihrer Gebrauchsanleitung.

In den meisten Fällen ist die Reihenfolge: Untergreifer, Obergreifer, Nadel(n). Die Fäden sind erst dann richtig eingefädelt, wenn beim Ziehen des Fadens (und bei gesenktem Nähfuß) ein Widerstand zu spüren ist.
Nehmen Sie doch die mitgelieferte Pinzette zur Hilfe!

Vor dem Einfädeln der Nähfuß angehoben werden und jede Fadenspannung muss sich im gelockerten Zustand befinden.

Die Nahtlinie ist die Linie, bei der die (bei mehreren Nadeln am weiten links positionierte) Nadel durch den Stoff sticht. Diese wird durch die bei der Overlock eingestellten Stichart gewählt. Sie müssen den Stoff somit an dieser Nadel ausrichten. Oftmals ist es hilfreich, mittels einer Stecknadel die Stofflagen miteinander zu verknüpfen. Eine nette und ebenfals hilfreiche Alternative zu Stecknadeln wäre ein Stoffkleber.
Dieser sollte aber wenn möglich wasserlöslich und nicht klebrig sein.

 

Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Nähmaschine, sollten bei Overlock Nähmaschinen die Stecknadeln nicht senkrecht zur Nahtlinie platziert werden, da ansonsten die Messer beschädigt werden können.
Stattdessen sollten diese entfernt werden, wenn diese sich den Messern nähern.

Bevor Sie mit dem Nähen beginnen können, müssen sie den Nähfuß absenken, und ohne Stoff ins Nichts zu nähen, um anschließend diese erstellte Verbindung zwischen Stoff und Nähfuß zu legen.
Wenn Sie anschließend mit dem Nähen beginnen, sollten Sie darauf achten, die zuvor erstellte Verbindung mit einzunähen.

Das Nahtende kann bei Overlock Nähmaschinen mit verschiedenen Methoden sauber abgeschlossen werden. Natürlich kann einerseits am Ende des Stoffes eine weitere Fadenkette genäht werden und dieser einfach abgeschnitten werden. Zum anderen kann erneut rückwärts über die Linie genäht werden und zum Schluss anschließend einen Stich nähen.

Das Standard-Zubehör einer Overlock

Die Anzahl und der Umfang an Zubehör, das der jeweilige Hersteller mitliefert variiert von Modell zu Modell und von Hersteller zu Hersteller.
Die nachfolgenden Zubehörsarten sind aber in so gut wie jeder Overlock Nähmaschine beigelegt.

Schraubenzieher

Schraubendreher

Dieser wird dafür benötigt, die Messer der Overlock auszutauschen, die Lichter der Maschine zu wechseln, die Nadelklemmschraube zu öffnen und viele weitere Einsatzgebiete.
Deshalb wird dieser immer mitgeliefert, ohne Schraubendreher ist man im Einsatz enorm eingeschränkt.

 

 

Pinsel
Den Pinsel benötigen Sie, um die Maschine an der Oberfläche aber auch zwischen den einzelnen Teilen zu reinigen. Staub und Fadenreste verstecken sich gerne an Stellen, wo man nur schwer ran gelangt.
Vor allem die Reste im Greiferraum sollten nach jedem Nähvorgang beseitigt werden.

 

Nadeln
Man sollte immer ein Satz Universalnadeln in verschiedenen Stärken verfügbar haben. Denn Nähnadeln brechen des Öfteren ab.
Des Weiteren gibt es für die verschiedensten Stoffe spezielle Nadeln. Jeansnadeln sind zum Beispiel sehr stabil und brechen nicht gleich ab, wenn es sich um einen dickeren oder mehrfachen Stoff handelt.
Zwillingsnadeln sind zum Beispiel beim Absteppen dehnbarer Stoffe nützlich.

 

Welche Nadeln sich im mitgelieferten Repertoire befinden, hängt stark vom jeweiligen Hersteller ab

 

Maschinenöl
Ab und zu muss eine Overlock Nähmaschine gleich wie eine normale Nähmaschine geölt werden. Dies sorgt für einen geschmeidigen und gewandten Ablauf.

 

2 Faden Konvertor
Den Zwei-Faden Konvertor benötigt man, um den Obergreifer abzudecken. Er schaltet den Obergreifer also aus, sodass man mit 2 Fäden nähen kann.
Nun kann man ganz leichte Stoffe versäubern, einen feinen Rollsaum oder eine Flatlocknaht erstellen.
Vorsicht: Schalte vor dem „Umbau“ die Overlock umbedingt aus!

 

Garnnetz
Ein Garnnetz benützt man, um großen Spulen abzudecken, bei denen ansonsten das Garn runterfallen würde.
Sie verhindern somit, dass die Fadenwindungen herunterfallen oder sich verheddern. Auch die Spannung des Fadens bis zu den Einfädelrouten bleibt dadurch konstant.