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Nadeln und deren Nadelstärken

Beim Nähen mit einer Nähmaschine sorgt die Nadel dafür, den Oberfaden zur Spulenkapsel zu führen, wo dieser Oberfaden mit dem Unterfaden verschlungen wird. Dabei ist die Auswahl der Nadel entscheidend für das Resultat. Je nach Verwendungszweck der Maschine bedarf es einer unterschiedlichen Nadel.

Nadeln für Haushaltsnähmaschinen haben einen abgeflachten Kolben, jene für Industrienähmaschinen einen runden. 

Das Kriterium bei der Auswahl: Die Stärke der Nadel.

Je nachdem, mit welchen Textilien Sie nähen möchten, sollten Sie eine unterschiedliche Nadelstärke wählen. Die Stärke entspricht dem Durchmesser der Nadel, die Nadeln unterscheiden sich aber auch in der Größe des Nadelöhrs und in der Nadelspitzen-Art.

Die Stärke liegt im Bereich 60 – 120 und wird meist im Kolben (das entgegen gesetzte Ende zur Nadelspitze) eingraviert.

Leider verschwindet diese Gravur je mehr man mit der Nadel arbeitet. Deshalb sollte der Besitzer einer Nähmaschine ebenfalls eine Nadelschablone zur Hand haben. Mittels einer solchen Schablone kann die Nadelstärke schnell und unkompliziert abgelesen werden indem man die Nadel in die Schablone steckt.

Nadeln außerhalb dieses Bereichs werden bei den täglichen Arbeiten selten benötigt.
Die richtige Nadel mit der geeigneten Nadelstärke sollte natürlich nicht mit bloßem Auge ausgewählt werden – einen Durchmesser von 0,6 oder 0,7 Millimeter zu unterscheiden, können allenfalls Profis.

Eine passende Nadel sollte nur ein kleines Loch ins Material stechen, ohne zu brechen. 

Eine Stärke von 60 bedeutet dabei, dass die Nadel einen Durchmesser von 0,6 Millimeter besitzt und gilt als sehr dünn. Ein leichter Stoff besteht aus sehr dünnen Fäden, deshalb sollte dementsprechend eine dünne Nadel herangezogen werden.
Würden Sie beim Arbeiten mit dünnen Stoffen eine dicke Nadel in die Nähmaschine einsetzen, entstünden unerfreuliche Löcher und die Fasern des Stoffes wären sogleich beschädigt.

Eine Stärke von 120 (1,2 mm Durchmesser) gilt als sehr dick und sollte dadurch auch nur bei dickeren Stoffen verwendet werden.

Abhängig von der Auswahl der Nadelstärke ist nicht nur das Material, sondern auch die Stoffdicke.

In der Mitte des Nadelstärken-Spektrums: Die Universalnadel. Eine Nadel, welche eine Stärke von 70 bis 80 besitzt, wird als Universalnadel bezeichnet. Den Namen besitzt diese Nadel zurecht: Eine Stärke von 70 oder 80 wird bei den meisten Nähmaschinen-Arbeiten benötigt und ist im Näh-Repertuar unabdingbar!

Weitere Nadeltypen für die Nähmaschine

Es gibt eine Reihe weitere Nadeltypen, welche Sie für Ihren Näh-Erfolg kennen sollten. Im folgenden haben wir die wichtigsten aufgelistet:

  1. Jerseynadeln

    Jerseynadeln sind an der Spitze leicht abgerundet, sodass bei Strickwaren, Wirkwaren und Jerseys keine Laufmaschen entstehen. Außerdem schützt diese bei elastischen Stoffen vor Beschädigungen.

  2. Stretchnadeln

    Stretchnadeln helfen Aussetzer beim Stich zu vermeiden. Sie hat außerdem ein Trapetz-förmiges Aussehen. Denn eine Stretchnadel sollte untenrum so schmal wie möglich sein und trotzdem die Bildung einer extra langen Fadenschlinge erlauben. Eine Fadenschlinge hat den erleichtert das Nähen mit schwierigeren Textilien erheblich.

  3. Ledernadeln

    Ledernadeln besitzen eine Schneidspitze, welche sich leicht in solchen dicken Materialien wie Leder oder Wachstuch schneiden können, ohne dabei den Stoff zu schwächen oder zu beschädigen.

  4. Jeansnadeln

    Jeansnadeln können den dicken Stoff durchstechen, in dem diese beim Schaft stabilier gebaut wurden. Andere Nadeltypen brechen bei Jeansstoffen sehr leicht.

  5. Sticknadeln, Steppnadeln und Metallicnadeln

    Alle diese Nadeltypen besitzen ein etwas größeres Nadelöhr als die anderen Typen, sodass sich das Effektgarne leichter einfädeln lässt.

  6. Zwillingsnadeln

    Als Zwillingsnadeln bezeichnet man jenen Nadeltyp, bei welchem zwei Nadeln mit einem gemeinsamen Kolben verbunden sind.

Beispiel eines Nadel-Sets erklärt

Nebenbei sehen Sie ein Bild (*) eines der besten Nadelsets, verfügbar auf Amazon.

„Organ“ ist dabei die Marke des Sets.
130/750H ist die Bezeichnung des Nadelsystems. Ihr jeweiliges System finden Sie in der Gebrauchsanleitung der Nähmaschine, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit handelt es sich aber bei Ihrer Haushalts-Nähmaschine um das System 130/750H. Industrie Nähmaschinen haben meist ein anderes System.

Unter dem System finden Sie anschließend die Nadel-Stärke, in der europäischen und amerikanischen Norm. Über den Strich steht die europäische Angabe, unter dem Strich die Amerikanische.

 

Umrechnungstabelle für Nadelstärken: Europa – USA

Leider ist die Nadelstärke nicht weltweit normiert, sondern nur national oder EU weit. Deshalb haben wir für Sie im Folgenden eine Umrechnungstabelle zur Verfügung gestellt. Mit der nachfolgenden Tabelle sollten Sie schnell die richtige Nadelstärke, auch bei anderen Normierungen, finden können.

Denn Nähmaschinen und das jeweilige Zubehör wird zwecks Kostenersparnis (oder anderen Gründen) oftmals von anderen Ländern beschaffen.

Europa USA
60 8
65 9
70 10
75 11
80 12
85 13
90 14
95 15
100 16
105 17
110 18
120 19

 


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