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Wartung, Reinigung und Einstellung von Nähmaschinen

Ein paar Minuten nach jedem Nähvorgang für Wartung und Reinigung der Nähmaschine aufzuwenden, spart später viel Frust und Zeit. Der Umgang mit einer Nähmaschine geht über Nähpraktiken und Techniken hinaus, Sie müssen die Nähmaschine warten um sich noch eine längere Zeit mit dieser erfreuen zu dürfen.
In diesem Artikel werden Sie erfahren, wie man eine Nähmaschine ordnungsgemäß warten sollte, sodass diese Ihnen für längere Zeit erhalten bleibt.

Die Maschine immer im ungenutzten Zustand bedecken um Staub keine Chance zu geben.

Denn nach jedem vollendetem Nähzyklus sollte eine Nähmaschine gereinigt werden, so können Maschinen- und Stichprobleme im Voraus vermieden werden.
Jedes Mal wenn Sie bei einem Projekt weiter arbeiten, sammeln sich Fusseln in der Maschine an – genauer gesagt im Spulenkasten. Diese Fussel stammen von den jeweiligen Unter-Fäden und häufen sich auch in der Nähe des Transporteurs, und sogar in der Spannungsscheibe, an. Besonders Fäden von mangelnder Qualität produzieren eine Menge schadender Fusseln.

Wenn Stichprobleme auftauchen, sollte die Maschine sofort gereinigt werden. 

Bevor Sie die Maschine öffnen sollten Sie sich unbedingt das Nähmaschinen-Handbuch durchlesen. Sie sollten die einzelnen Teile und Funktionen der Nähmaschine kennen bevor Sie in deren Innere schauen.

Zum Öffnen beseitigen Sie die Nadel und den Nähfuß und entfernen sodann die Greiferabdeckung. Anschließend müssen Sie die Stichplatte abschrauben und zum Schluss den Spulenhalter entfernen. Die Position des Spulenhalters sollten Sie sich merken um diesen später exakt gleich wieder anbringen zu können. 

 

Nähmaschinen ordnungsgemäß reinigen

Achtung Fusseln und StaubNach jedem erfolgreichen Näh Tag sollte die Maschine mit einer Bürste gesäubert werden. Fusseln und Staub dürfen sich nicht in der Maschine ansetzen, und müssen gleich beseitigt werden. Denn diese bilden sich in vielen verschiedenen Bereichen der Maschine und werden in Öl und Schmiermittel getränkt.

Normalerweise enthält die Verpackung einer Nähmaschine eine Fussel-Nylon Bürste. Verwenden Sie diese zum Reinigen. Aber auch ein schmaler Farbpinsel hilft beim schnellen Reinigen.

Erhöhen oder entfernen Sie dazu einfach den Nähfuß und nehmen Sie die Stichplatte ab. Anschließend entfernen Sie den Spulenkasten, sodass Sie an jeder Stelle den bestmöglichsten Zugriff haben.

 

Reinigen Sie den Spulenkasten immer nach jedem Unter-Faden Wechsel.

Flaumen Sie dabei den Pinsel, sowie jede Borste aus – dadurch werden Sie den Staub viel besser erreichen. Eine Pinzette hilft Ihnen noch dabei, jeden noch so kleinen Übeltäter im Inneren der Nähmaschine an schwierigen Stellen zu erwischen.
Es sollte sich kein Faden mehr in der Nähe des Transporteurs oder im Spulenkasten befinden. Sie können gerne auch den Staubsauger dafür verwenden.

Gehen Sie bei der Reinigung von oben nach unten und befördern Sie den Staub abwärts. 

 

Die Nähmaschine ölen

Die Feinmechanik jeder normalen Nähmaschine muss auch ab und zu geölt werden. Nur industrielle Nähmaschinen, mit integrierter Schmierung müssen nicht geölt werden.

Beim Ölen der Nähmaschine sollten Sie als Ratgeber die Gebrauchsanleitung zur Hilfe ziehen. Verwenden Sie dazu nur Nähmaschinen – Öl, diese dürften die verschiedenen Teile schonen. Öl speziell für Nähmaschinen wird meistens mit dem Kauf einer Nähmaschine mitgeliefert.
Sollte dies nicht der Fall sein empfehlen wir dieses Spezielles Öl passend für Nähmaschinen*

So wird geölt:  Geben Sie einen Tropfen des Nähmaschinen Öls ins Zentrum der Greiferlaufbahn. Anschließend noch einen auf die Nadelstange. Indem Sie anschließend die Nadel rauf und runter bewegen, sollte sich das Öl gut verteilen.

 

Spannungscheiben reinigen

Auch die Spannungsscheiben oberhalb des Nähbereichs sollten immer wieder gereinigt werden. Dazu sollten Sie am besten ein Musselin Tuch verwenden, und mit diesem Staub und Fusseln bei den Spannungsscheiben entfernen. Das Tuch nehmen Sie am besten an 2 Enden einer Kante und gleiten mit einer Kante in den schmalen Bereich hinein.

Auch ein Staubsauger hilft jeglichen Staub entfernen zu können. Seien Sie aber vorsichtig, die ungewünschten Partikel sollten aus der Maschine hinaus, nicht in die Maschine hinein befördert werden. Das ist der Grund warum wir es nicht empfehlen, mit dem Mund zu pusten.

 

Die Fadenspannung balancieren

Fadenspannungs ReglerDie richtige Fadenspannung ist bei Nähmaschinen sehr wichtig, denn eine gut ausbalancierte Fadenspannung sorgt für schöne und vor allem gleichmäßige Stiche: Die Stiche auf der Oberseite und auf der Unterseite des Stoffs sollten gleich sein.

Die Fadenspannung lässt sich meist mit einem Handrad einstellen. Bei Computer Nähmaschinen lässt sie sich oftmals per Knopfdruck einstellen.

Auch wenn Ihre Nähmaschine eine automatische Fadenspannung besitzt, sollte man die Fadenspannung beim Nähen mit Seide, beim Stricken, bei speziellen Fäden oder auch bei speziellen Nähfüßen trotzdem manuell einstellen.

Ist die Fadenspannung zu eng eingestellt, so wird der Unterfaden auf die Oberseite des Stoffes gezogen, der Oberfaden kräuselt sich und der Faden bricht leicht.

Ist die Fadenspannung zu lose eingestellt, so wird der Oberfaden auf die Unterseite des Stoffes gezogen, es bilden sich Nähte, die sich sehr leicht wieder lösen.

Die Fadenspannung sollte jedes Mal überprüft werden, wenn Sie ein neues Projekt starten.

Die Fadenspannug testen Sie, indem Sie für Unter- und Oberfaden verschiedene Farben nehmen. So können Sie schnell die richtige Balance finden.
Nehmen Sie dann ein 15 Zentimeter Stoff in Form eines Quadrats, falten Sie dieses schräg und stechen Sie, mit einem Abstand von 1 Zentimeter von der Faltung weg, entlang dieser Faltung.
Kontrollieren Sie anschließend, ob die Stiche oben und unten gleichmäßig und schön sind und ob Kräuselungen entstanden sind.

Nehmen Sie anschließend beide Enden der Naht in die Hand – pressen Sie jeweils den Daumen und den Zeigefinger (hinten) auf die Nahtenden und ziehen Sie in starken ruckartigen Zügen daran. Wenn der obere Faden bricht, ist die Oberfadenspannung zu lose eingestellt. Wenn beide Fäden brechen (bei starkem Kraftaufwand), sind beide Spannungen ausgeglichen und perfekt eingestellt.

Die Fadenspannug stellen Sie ein, indem Sie beim Fadenspannungsregler drehen. Meist handelt es sich dabei um einen numerischen Regler: von 1 bis 10 – von ganz lose bis ganz fest.
Die richtige Einstellung zu finden könnte eine Weile dauern: Man muss den Regler anpassen und nochmals testen ob es jetzt zu lose, zu fest oder genau richtig ist.


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